Freitag, 23. November 2012

Das Revier von gestern

Diese Federzeichnung von Helmut Bungert zeigt die Zeche Dahlbusch in Gelsenkirchen.
Foto: LWL 
Das Ruhrgebiet

Detailgetreu und federleicht - so kommen die Zeichnungen von Helmut Bungert daher. Viele Jahre lang war der Bochumer mit Block und Bleistift im Revier unterwegs und bannte Hochöfen, Maschinenhallen und Fördergerüste auf Papier. Auch Fotografien aus Sammlungen und Archiven dienten ihm als Vorlagen. Eine Auswahl seiner Federzeichnungen zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) noch bis zum 17. Februar 2013, unter dem Titel "Das Revier von gestern" in seinem Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund.


Helmut Bungert wurde 1927 in Bochum-Wattenscheid geboren. Der Künstler ist von Hause aus Architekt. Seine Zeichnungen besitzen durch die detailgenaue Abbildung eine ähnliche Bildwirkung wie Fotos. Anders als Fotografien sollen seine Bilder aber keine Momentaufnahmen sein, sondern eine umfassende Dokumentation typischer historischer und technischer Motive aus dem Ruhrgebiet liefern.

So finden sich neben Motiven von Zechen und Hochöfen auch immer wieder Bauernhöfe, Mühlen und Bethäuser, die ein Stück Heimatkunde überliefern. Seine Detailverliebtheit spiegelt sich in jedem Bild wider. "Jeder noch so kleine Ziegel und jeder noch so versteckte Giebel findet so seine Aufmerksamkeit", sagt LWL-Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus. Für ein Bild benötigt der Künstler zwischen 50 und 70 Stunden. Mit dieser Ausdauer, gepaart mit einer liebevollen, Ruhe ausstrahlenden Darstellung erweise er den technischen Errungenschaften der Industrieanlagen und Hochöfen seine Referenz.

Das Revier von gestern
Federzeichnungen von Helmut Bungert
18.11.-17.2.2013
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Grubenweg 5, 44388 Dortmund
Geöffnet 10:00 - 18:00 Uhr

Zeche Prosper in Bottrop auf einer Federzeichnung von Helmut Bungert.    Foto: LWL
Museum:
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Grubenweg 5
44388 Dortmund
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